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Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen: unterschätztes SEO Tool

Hanseranking 31. Mai 2022

Interne Verlinkung ist ein wirkungsvolles SEO-Instrument und kann das Ranking positiv beeinflussen. Sind interne Links korrekt gesetzt, bieten sie den Websitebesuchern einen großen Mehrwert, helfen aber auch den Suchmaschinenbots, die Websitestruktur besser zu verstehen. Das erhöht die Chance auf eine Indexierung der einzelnen Seiten und verbessert Deine SEO-Kennzahlen. Das Gute daran ist: interne Verlinkungen sind kostenlos, mit überschaubarem Aufwand verbunden und komplett von Dir steuerbar. Wie Du siehst, sind interne Links ein spannendes Thema, mit dem Du Dich auseinandersetzen solltest. In diesem Beitrag befassen wir uns mit den acht wichtigsten Regeln, die Du im Umgang mit interner Verlinkung bedenken solltest.

Was sind interne Verlinkungen?

Eine interne Verlinkung verbindet eine Seite deiner Website mit einer anderen Seite Deiner Website. Das können Unterseiten, Bilder, Videos oder Dokumente sein. Interne Links setzt du, indem Du einen prägnanten Ankertext mit einem Link zur Zielseite versiehst und den Text so klickbar machst.

Welche Arten von internen Verlinkungen gibt es?

Wiederkehrende interne Verlinkungen: Diese internen Verlinkungen findest Du im Hauptmenü, in der Breadcrumb-Navigation oder auch im Footer Deiner Website. Sie führen zu Unterseiten wie Kategorienseiten oder Deinem Impressum und natürlich auch von dort aus zurück auf die Homepage, um die Seiten für die Websitebesucher/-innen schnell auffindbar zu machen. Diese Links zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Regel einmalig in einem Template angelegt werden und dann auf den meisten wenn nicht sogar auf allen Seiten automatisch auftauchen.

Manuell gesetzte interne Verlinkungen: Manuelle Verlinkungen setzt Du einzeln im Fließtext der jeweiligen Seite. Den verlinkenden Text nennt man dann “Ankertext”. Die manuell verlinkten Inhalte sollten dabei themenverwandt sein. Hast Du beispielsweise eine Seite mit einem Listicle in der Art von Top 10 der SEO-Trends 2020 und hast dort 10 Punkte kurz aufgeführt, kannst Du im Text von jedem Punkt aus auf einen anderen passenden, ausführlicheren Blogartikel zu dem jeweiligen Thema verlinken, z. B. zu Mobile-First.

Warum sind interne Verlinkungen im SEO wichtig?

Interne Verlinkungen helfen zum einen Deinen Websitebesuchern und zum anderen den Crawlern der Suchmaschinen. 

Deinen Websitebesuchern helfen interne Verlinkungen dabei:

  • sich generell auf Deiner Website zurechtzufinden und alle gesuchten Inhalte zu entdecken.
  • relevante Inhalte zu gleichen oder artverwandten Themen auf Deiner Website zu finden.

Den Crawlern der Suchmaschinen helfen interne Verlinkungen dabei:

  • alle relevanten Seiten Deiner Website zu finden und zu indexieren.
  • den thematischen Schwerpunkt und die Relevanz Deiner Website zu identifizieren.
  • Deine Expertise zu Themen einzuschätzen und zu stärken.
  • neue Inhalte schneller zu crawlen.
  • alte Inhalte mit neuen Verlinkungen erneut zu crawlen.

Eine wohlüberlegte interne Linkstruktur verbessert aber auch ranking-relevante Signale Deiner Website, so dass Google sie mit einem besseren Ranking belohnt:

Deiner Website helfen interne Verlinkungen dabei:

  • die Absprungraten zu verringern.
  • die Verweildauer zu steigern.
  • die Engagement-Rate zu verbessern.
  • schneller mit neuen Inhalten zu ranken.
  • besser mit alten Inhalten zu ranken.
  • gezielt Link Juice zu verteilen.

Acht Regeln im Umgang mit interner Verlinkung

Auch wenn Du frei entscheiden kannst, wo, wie oft und in welcher Form Du interne Links setzt, gibt es auch hier ein paar Regeln. Wenn Du sie befolgst, kann das Dein Ranking positiv beeinflussen.

  1. Gruppiere Deine Inhalte

Organisiere die Struktur Deiner Website so, dass thematische Cluster entstehen. Auf unserer Hanseranking-Website ist beispielsweise unter der Überkategorie „Blog eine thematische Unterteilung in SEO Blog, Google Ads Blog, Google Shopping Blog und Google Analytics Blog zu finden. 

In den einzelnen Blogartikeln eines thematischen Clusters wird dann zu den anderen Blogartikeln in diesem Themencluster intern verlinkt.

Je ordentlicher die Struktur Deiner Verlinkung ist, desto schneller finden sich Leser und Crawler zurecht. Denn Leser, die sich für SEO Themen interessieren, interessieren sich nicht zwangsweise auch für Google Shopping Themen. Und: Wenn Du einen Themenbereich aus einer Kategorie möglichst vollständig abdeckst, wirst Du von Google eher als Autorität zu diesem Thema anerkannt. Diese Relevanz schlägt sich im Ranking nieder.

  1. Frage nach dem Sinn für Deine Nutzer

Bevor Du nun einen Ankertext zu einer Unterseite verlinkst, solltest Du Dir immer die folgenden Fragen stellen:

  • Hilft eine interne Verlinkung an dieser Stelle dem Nutzer weiter?
  • Bezieht sich der Inhalt der zu verlinkenden Seite auf ein relevantes Thema?

Nur wenn die Antwort in beiden Fällen „ja“ lautet, macht es Sinn zu verlinken. Interne Verlinkungen sind nicht dazu da, eine von Dir favorisierte Seite zu pushen! Sie dienen in erster Linie dazu, die Userexperience zu verbessern und den Crawlern der Suchmaschinen eine Zuordnung zu erleichtern.

  1. Achte auf die Gültigkeit der Links

Achte darauf, dass Deine Verlinkungen immer aktuell sind. Wenn sich die URL einer Seite ändert, denke daran, die URL sofort in den internen Verlinkungen anzupassen, damit nicht die berüchtigte “404” erscheint. Bei sehr umfangreichen Linkstrukturen kann die eine oder andere veraltete Verlinkung durchrutschen. Wir empfehlen, mit einer kostenlosen Software regelmäßig alle Verlinkungen auf ihre Richtigkeit zu untersuchen. Ein empfehlenswertes Tool hierfür ist beispielsweise der Screaming Frog.

  1. Regelmäßig neue Inhalte und alte aktualisieren

Eine Regelmäßigkeit in der Bereitstellung neuer Inhalte bewirkt eine schnellere Indexierung – so viel ist klar. Verlinkungen können aber auch alten Beiträgen wieder Aktualität verleihen und ihr Ranking verbessern. Idealerweise ergänzt Du alte Inhalte mit einem frischen Absatz ganz oben in Form eines Updates und setzt interne Verlinkungen zu den neueren Inhalten des Themas. 

  1. Verteile den Link Juice gut überlegt

Wenn jemand von einer externen Website Deine Seite verlinkt, also einen Backlink zu Dir setzt, erhält die URL dadurch eine Wertsteigerung. Dieser Wert wird Link Juice (auch PageRank) genannt. Link Juice entsteht durch die Berechnung eines komplexen Google-KI-Algorithmus. Grob erklärt analysieren die Bots die Relevanz einer Website zum Thema des Keywords. Je seriöser, relevanter und somit hochwertiger die Backlinks sind und je mehr Du davon bekommen hast, desto stärker ist der Link Juice. Die Ergebnisse dieser Berechnung sind die Grundlage der Reihenfolge der angezeigten Ergebnisse in den organischen Suchergebnissen. 

In der Regel werden Deine Mainpage, ein interessanter Ratgeber, Service oder Blog verlinkt. Du hast zwar über die Backlinks keine Kontrolle, aber über die interne Verteilung des Link Juice auf einzelne Seiten. Diese anteilige Strahlkraft und Autorität fließt auf die intern verlinkte Seite und sorgt bei ihr für mehr Traffic. Wer dann bei Dir einen interessanten Inhalt gefunden hat, möchte meistens mehr zu ähnlichen Themen bei Dir lesen. Von internen Verlinkungen geleitet, steigt auch die Verweildauer sowie die Seiteninteraktion. Seiten ohne eingehende Backlinks haben, ohne dass sie Link Juice von einer Seite mit vielen, guten eingehenden Backlinks empfangen, ein geringeres Rankingpotenzial. 

  1. Finger weg vom Nofollow

Glücklicherweise ist bei der internen Verlinkung im CMS üblicherweise „dofollow“ voreingestellt. Die Theorie, dass Du einige interne Verlinkungen mit nofollow-Attributen versiehst, um den Link Juice durch interne Dofollow-Links auf die wichtigen Seiten zu konzentrieren, ist veraltet. Wenn Du die Strahlkraft der Hauptseite nicht auf zu viele Unterseiten verteilen möchtest, ist es sinnvoller, einfach weniger interne Links zu setzen.

  1. Verlinke in Maßen

Wie viele interne Verlinkungen sind zu viel? Generell lautet die Antwort, dass es keine grundsätzliche Obergrenze gibt. Jedoch bringt es z.B. nichts, von einer Seite mehrfach auf ein und die selbe andere Seite zu verlinken, da Google nur den ersten Link zu dieser Seite beachtet. Der Ankertext sollte jedoch nicht nur prägnant sein, sondern auch kurz. Wir empfehlen, maximal vier Worte als Verlinkung zu setzen. Je länger der Ankertext ist, desto unübersichtlicher und unschön sieht der Beitrag aus. Das schreckt Nutzer ab. Die Abstände der Verlinkungen sollten so sein, dass es übersichtlich bleibt. Achte generell darauf, dass es weiterhin Spaß macht, den Text zu lesen. 

  1. Verwende Keywords im Ankertext

Der Ankertext sollte das Haupt-Keyword oder eine Keyword-Variation der verlinkten Seite enthalten, aber so, dass es sich flüssig in den Lesetext einfügt. Wie unter Punkt 7 beschrieben, ist es sinnlos, den gleichen Link 10x mit dem gleichen Ankertext/Keyword im Text zu integrieren. Achte auch darauf, dass Du nicht mit dem gleichen Keyword oder ähnlichen Keywords auf verschiedene Seiten verlinkst. Damit würdest Du Google signalisieren, dass verschiedene Seiten für dieses Keyword wichtig sind, was zu einem schlechteren Ranking der einzelnen Seiten führen kann.

Nicht zielführend sind nichtssagende Ankertexte, wie beispielsweise „hier klicken“. Damit gibst Du weder dem Nutzer noch den Bots eine klare Aussage darüber, was sich hinter dem Ankertext verbirgt. Willst Du zum Beispiel zu einer Seite verlinken, in der Du über Backlinks berichtest, wäre das Wort Backlinks ein guter Ankertext. Als HTML-Code würde das so aussehen: 

<a href="https://www.hanseranking.de/linkbuilding/"> Backlinks </a>

Ein klar zuordnungsfähiger Ankertext ist grammatikalisch korrekt, berücksichtigt Rechtschreibregeln und passt harmonisch in den Lesefluss. Das ist nicht nur für Bots, sondern auch für die Nutzer von entscheidender Wichtigkeit und hilft so auch Lesern mit Sehbehinderungen. In unserem Listicle zum Thema SEO für Blogs gehen wir u. a. auf die Lesbarkeit detaillierter ein. 

Tipp: Wenn es ohne Inhalt, Lesefluss und Logik zu schaden möglich ist, empfehlen wir Dir,  die für Dich wichtigste interne Verlinkung möglichst weit oben im Text zu platzieren, da sie dann von den Suchmaschinen am stärksten bewertet wird.

Fazit: Interne Verlinkungen sind einfach und effektiv!

Relevante interne Verlinkungen mit aufschlussreichen Ankertexten helfen Nutzern und Bots. Als Wegweiser für die Websitebesucher lassen sie die Verweildauer steigen und die Absprungrate sinken. Als Pipeline für Link Juice übertragen Sie einen Teil der Autorität einer mit guten Backlinks ausgestatteten Seite auf andere Seiten. Als Indikator helfen sie den Crawlbots, neue Inhalte schneller zu crawlen, zu indexieren und alten Inhalten eine neue Crawl-Runde zu verpassen. Durch ein Zusammenspiel aller Faktoren führen interne Verlinkungen so zu einem besseren Ranking.

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