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404-Fehler: SEO-Einfluss & Nachhaltige technische Behebung

Benjamin Mau
Aktualisiert: 09.09.2026

Deine Website meldet einen 404-Fehler – und jetzt? Für viele Shop- und Website-Betreiber klingt das erstmal nach Alarmstufe Rot. Aber ist das wirklich immer ein Problem für dein Ranking? In diesem Blog erfährst du, was ein 404-Fehler eigentlich ist, wo der Unterschied zum unauffälligeren Soft-404-Fehler liegt und welche Auswirkungen fehlerhafte Seiten wirklich auf deine SEO-Performance haben. Wir zeigen dir außerdem, wie du 404-Fehler über die Google Search Console aufspürst und wie wir bei Hanseranking systematisch dagegen vorgehen – Schritt für Schritt, ohne unnötige Panik.

Was ist ein 404-Fehler?

Der HTTP-Statuscode 404 signalisiert, dass die aufgerufene Seite vom Server nicht gefunden werden kann und dient zur Kommunikation zwischen Webserver und dem Browser eines Nutzers. Dabei bedeutet „404”, dass der Fehler auf der Seite selbst liegt und die angeforderte Ressource nicht existiert. Der Hintergrund: Nutzer sollen über den Fehler informiert werden und die Möglichkeit bekommen, entweder zur Startseite zurückzugelangen oder weitere Seiten und Inhalte auf der Website zu durchsuchen.

Was ist ein Soft-404-Fehler?

Ein „Soft-404-Fehler” erscheint dann, wenn eine Seite zwar technisch erreichbar ist, aber inhaltlich nicht existiert und dabei den falschen Statuscode an Suchmaschinen sendet. Statt den 404-Code zu senden, gibt der Server einen Status wie „200 – OK” zurück. Das bedeutet, die Seite ist zwar in den Augen des Servers vorhanden, enthält aber keine sinnvollen Inhalte. Suchmaschinen wie Google deuten solche Seiten als „leer“ oder nutzlos – ein schlechtes Zeichen für Deine SEO und Dein Ranking. Die Soft-404- Fehler passieren häufig, wenn eine leere Seite angezeigt wird oder eine falsche Weiterleitung eingebaut wurde. Damit dies nicht passiert, sollten nicht vorhandene Seiten zumindest den richtigen Statuscode 404 zurückgeben. Er ist benutzerfreundlicher und informiert sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen mit klareren Informationen. 

Welche Auswirkungen haben 404 Fehler auf die SEO-Entwicklung

404-Fehlerseiten sind in der Regel ein unschöner Fleck auf Deiner Website. Sie führen oft dazu, dass Nutzer die Seite schnell wieder verlassen. Das gefällt Suchmaschinen wie Google natürlich nicht. Denn wenn Besucher vermehrt auf einer nicht-existenten Seite landen und diese dann rasch wieder verlassen, signalisiert das den Suchmaschinen, dass Deine Website nicht relevant genug ist. Das wirkt sich natürlich negativ auf Dein Ranking aus.

Wenn interne oder externe Links auf eine 404-Seite verweisen, sind sie unbrauchbar und schwächen so die gesamte SEO-Performance. Du solltest daher regelmäßig prüfen, ob Links noch ordnungsgemäß funktionieren und auf eine existierende Seite verweisen. Ist dies nicht der Fall, sollten sie schnellstens korrigiert, ausgetauscht oder gelöscht werden. Ist Deine Seite für Nutzer mal nicht erreichbar – eventuell durch geplante Wartungsarbeiten oder einen Umzug Deiner Website –, sind konkrete Weiterleitungen wichtig, um Nutzer nicht zu verlieren. Das Ziel sollte dennoch immer sein, keine 404-Fehlercodes auf Deiner Website zuzulassen. 

Keine unnötige Panik

Ja, 404-Fehler sind niemals gut. Jedoch oft auch nicht DER EINE GRUND, wieso deine Seite im SEO nicht performt. Wie immer im Leben gibt es kein klares schwarz und weiß, sondern es kommt auf das Verhältnis an. 

Beispiel: 

  1. Dein Online Shop hat 50.000 URLs und davon sind 25 404 Seiten dabei? Wir reden hier von 0,05 %. Sofern hier nicht deine wichtigsten Seiten betroffen sind, gibt es hier in der Praxis meist kaum Auswirkungen. Du solltest es beheben, ein riesen Hebel ist das aber nicht. 
  2. Deine Website hat 50 URLs und davon geben 25 Stück einen 404-Fehler zurück? Hier ist es tatsächlich sehr wahrscheinlich, dass Google deine Seite schlicht als minderwertig eingestuft hat, da jede zweite URL nicht funktioniert. Hier besteht tatsächlich ein Hebel für dich und deine SEO-Performance. 

Prozess zur Behebung intern verlinkter 404-Seiten bei Hanseranking

404-Fehler sind technische Probleme, die systematisch abgearbeitet werden müssen. Bei Hanseranking folgen wir einem klaren 3-Schritte-Prozess:

  1. Identifikation: Mit Tools wie Screaming Frog crawlen wir die gesamte Website und identifizieren alle Client-Fehler (Status 4xx).
  2. Priorisierung & Analyse: Wir prüfen jede Fehlerseite individuell auf ihre SEO-Relevanz (Traffic, Backlinks, Rankings).
  3. Strategische Umsetzung: SEO-relevante URLs erhalten 301-Weiterleitungen auf thematisch passende Seiten. Bei nicht relevanten URLs entfernen wir die interne Verlinkung, um Sackgassen für Bots zu vermeiden und Crawl-Budget zu schonen.

Technische Sauberkeit ist das Fundament für nachhaltiges Ranking. Eine hübsche 404-Seite darf niemals von der Notwendigkeit ablenken, den technischen Fehler an der Wurzel zu packen.

404-Fehler aus den Search Console Crawling Statistiken

Etwas komplizierter ist es in der Regel, wenn 404-Fehler nicht durch fehlerhafte/ veraltete  interne Links auf der Website entstehen, sondern auf andere Art und Weise. Aus diesem Grund ist immer auch ein Blick in die Google Search Console wichtig, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten. 

Über folgenden Weg kommst du an die entsprechende Stelle in der GSC:

Einstellungen > Crawling Statistiken > Aufschlüsselung der Crawling-Anfragen nach Antwort

Wenn wir hier sehen, dass Google mehr als 10 % 404-Seiten crawlt, gilt es auf jeden Fall genauer hinzuschauen. Gerade, wenn der Website-Crawl über den Screaming Frog keine großen Probleme zeigt. 

Hier muss es also eine andere Quelle geben, aus der Google die Seiten bezieht und crawlt. 

Folgende Fehlerquellen sehen wir hier häufig:

  • Vergangener Relaunch, der entweder kein sauberes Weiterleitungs-Konzept hatte, oder aber sehr viel ausgemistet wurde. 
    • Variante 1: Dringend Weiterleitungen für wichtige URLs nachziehen
    • Variante 2: Kein to-Do, das schleicht sich über Zeit wieder aus
  • Fehlerhafte URLs im Shopping-Feed: Wenn sich bspw. im Shopping Feed fehlerhafte URLs eingeschlichen haben und dieser täglich an Google übermittelt wird, führt das zu Problemen. 
    • Im gravierendsten Fall, der uns bekannt ist, hat das zu einer 90% Deindexieung eines großen Online Shops geführt. Erst nach Korrektur des Feeds hat sich die Seite wieder erholt. 

Fazit

404-Fehler gehören zum Website-Alltag – wichtig ist, wie du damit umgehst. Nicht jede Fehlerseite bedeutet gleich SEO-Katastrophe: Entscheidend ist das Verhältnis zur Gesamtzahl deiner URLs und ob wichtige Seiten betroffen sind. Trotzdem gilt: Wegschauen lohnt sich nicht. Aus unserer Erfahrung bei Hanseranking entstehen viele 404-Fehler durch fehlende Weiterleitungen nach einem Relaunch oder fehlerhafte URLs im Shopping-Feed – und genau dort liegt oft der größte Hebel. Deshalb setzen wir auf einen klaren Prozess: Fehler identifizieren, priorisieren und gezielt beheben, statt nur die Oberfläche hübsch zu gestalten. Wer seine 404-Fehler regelmäßig prüft, schützt Ranking und Nutzererfahrung gleichermaßen.

Optimierung mit Hanseranking: Deine 404-Fehler im Griff

Keine 404-Leichen mehr: Unsere Experten sorgen dafür, dass technische Fehler nicht nur versteckt, sondern nachhaltig behoben werden. Mit passenden Strategien bringen wir Deine Website technisch auf ein sauberes Niveau.

Benjamin Mau

Während meines Communications Studiums in den USA (Iowa, Waldorf University) in Graphic Design, habe ich auch meine Leidenschaft für SEO entdeckt und schnell den Schwerpunkt auf OnPage-Optimierung, Detailoptimierungen und Website Design gesetzt. Ich freue mich, dieses Wissen mit Euch zu teilen. 

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