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Das Internet der Zukunft

Web 3.0 – das Internet der Zukunft!

Hanseranking 19. Januar 2022
Was ist Web 3.0? Die Vision des Web 3.0 ist ein intelligenteres und omnipräsentes Internet in dem Nutzer nicht mehr über Services von Großkonzernen wie Google oder Apple, Zugang zum Netz haben, sondern als Individuum selbstbestimmt Teile des Internets besitzen und verwalten. In diesem Beitrag erfährst du die Unterschiede zu den Vorgängerversionen, die heutige und zukünftige Bedeutung für Nutzer, eh abschließend in einem Fazit auf die Möglichkeiten für das Online Marketing eingegangen wird.  

Evolution von Web 1.0 bis Web 3.0!

Mit „Web“ nahm alles seinen Anfang. Wissenschaftler am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung - Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) in Genf entwickelten es 1989 als Projekt, um mit Kollegen einen einfacheren Austausch zu haben. Tim Berners-Lee machte das Web 1991 zum World Wide Web, indem er einen Beitrag zu einer Newsgroup öffentlich und weltweit zur Verfügung stellte.

Web 1.0 – als das Netz laufen lernte!

Die heute Web 1.0 genannte Version, war ein stetig weiterentwickeltes zunächst nur von Webentwicklern für Konsumenten bereitgestelltes syntaktisches Internet, das über Desktop-Computer durch Browser erreichbar war. Inhalte der Websites waren mangels Suchalgorithmen schwer zu finden. Sie beschränkten sich hauptsächlich auf HTML-basierte Texte und Grafiken und ließen kaum Interaktionen mit Besuchern zu. Für Millennials und deren Kinder kaum noch vorstellbar, oder?

Web 2.0 – Wollmilchsau mit Datenschutzproblemen!

Web 2.0 ist das durchsuchbare, interaktive Lese-Schreib-Anseh-Kauf-App- und soziale Internet, wie wir es seit 2004/2005 kennen. Jeder kann teilnehmen, es mit neuen Inhalten füttern und werben. HTML wurde von Technologien wie HTML5, CSS3 und Javascript-Frameworks und vielem mehr abgelöst. Neben der Verbreitung von Inhalten, ob nun seriös oder nicht, standen zwei Ziele im Fokus: Verkäufe von Waren und Dienstleistungen sowie einen möglichst großen Nutzerdatenbestand aufzubauen, um die Daten auszuwerten oder zur Auswertung zu verkaufen.  Erfolgreiche Werbekampagnen basieren auf Datensammlungen und deren Analyse, mit der jederzeit mit geeigneten Maßnahmen reagiert werden kann. Unternehmensriesen wie Google und Amazon, soziale Netzwerke, Clouds, Apps, mobile First und modernes Online Marketing und damit auch die Globalisierung sind Kinder des Web 2.0. Die Nutzung und Zentralisierung von Benutzerdaten in Web 2.0 führt zu Datenschutzverletzungen auf die zuletzt in der DSGVO reagiert wurde. Auch der Eingriff von Regierungen auf Webinhalte und deren Sperrung als politisches Instrument ist unter Web 2.0 möglich.

Web 3.0 - dezentralisiertes Internet!

Der Begriff Web 3.0 meint dezentrales Internet und ist die logische Weiterentwicklung von Web 2.0. Was bedeutet nun aber dezentral? Häufig auch als Semantic Web bezeichnet, funktioniert dezentrales Internet mit künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML). Dem menschlichen Lernprozess ähnlich, werden Informationen miteinander verknüpft und die Bedeutung der bereitgestellten Inhalte erkannt und verstanden. Die Grundidee von Web 3.0 stammt übrigens vom Vater des World Wide Webs, Tim Berners-Lee. Web 3.0-Entwickler erstellen und implementieren Apps auf Basis von Blockchains statt auf einzelnen Servern oder Datenbanken, weswegen sie auch DApps, also Dezentrale-Apps, genannt werden. Ganz ähnlich dem heutigen Darknet erfordert Web 3.0 keine „Berechtigung“, was bedeutet, dass die zentralen Behörden weder entscheiden können, wer auf welche Dienste zugreifen darf und wer mit wem Transaktionen tätigt. Web 3.0 agiert quasi als ultimativer Datenschützer der die privaten Daten der Nutzer technisch erheblich besser schützt. Ziele von Web 3.0 sind u. a. mehr Nutzerfreundlichkeit, mehr Selbstbestimmung, Schutz der Privatsphäre und Hackern. Suchanfragen, ob als Text, Sprache oder auch durch andere Medien werden genau verstanden und nur absolut relevante Inhalte zur Verfügung gestellt. Also eine völlig auf den Nutzer individuell zugeschnittene Internet-Experience.

Web 3.0 – heute schon verfügbar?

Web 3.0 begann bereits 2010, steckt aber noch in seinen Kinderschuhen. Derzeit gibt es eine Mischform – das Web 2.0 3.0 – auch Web 2.0 Web 3.0 genannt. Hierbei werden die nutzergenerierten Inhalte von 2.0 mit einzelnen Teilen des 3.0 verknüpft. Grundlagen, damit das semantische Web funktionieren kann, sind Data Mining und User-Webprotokolle die Maschinen erkennen lassen, ob ein User sich beispielsweise für eine Tanzveranstaltung oder ein Sportgerät interessiert, wenn er das Keyword „Ball“ eingibt. 

Beispiele für den Vormarsch von Web 3.0

  • Das dezentrale Finanzwesen (DeFi): Kryptowährungen wie Bitcoin oder ETH werden gesichert durch Tokens und Native Assets, in realen Finanztransaktionen über Blockchain ohne die Hilfe von Banken oder der Regierung getätigt. 
  • Die Chatbots: Sie beantworten heute schon die meisten Kundenfragen im Service.
  • Die Sprachassistenten: Siri, Alexa und Co. können komplexe und personalisierte Befehle ausführen und sich der Sprachgewohnheit des Nutzers anpassen.
  • Die Google-Bildersuche: KI identifiziert anhand von Bildern ähnliche Bilder.
  • Der Google-Knowledge-Graph: KI erkennt, wenn ein Nutzer einen Vergleich wünscht.
Ein praktisches Beispiel wie Googles KI für mehr Sicherheit sorgte, ist das Aufdecken von Bewertungsbetrugsversuchen. Googles KI deckte im Januar 2021 nahezu 10.000 falsche schlechte Bewertungen bei der Trading-App Robinhood auf und entfernte sie. 

Web 2.0 vs. Web 3.0 – ein kleiner und simplifizierter Vergleich

Web 2.0 Web 3.0
Zielgruppe Entwickler-Community Jeder Nutzer
Ziele Datensammeln und User-Experience Vertrauen, Privatsphäre und Sicherheit für alle Nutzer
Technologien AJAX, Javascript-Frameworks, HTML5, CSS3 KI, ML und dezentrale Protokolle
Datenhoheit Daten gehören Netzwerken Individuen besitzen die Daten und können über deren Verwendung bestimmen
Datenspeicherung Einzelne Server und Datenbanken, Clouds in einem Serverraum Blockchains, öffentliche Clouds 2.0
Sicherheit Mögliche Datenzugriffe durch Hacker, Restriktionen durch Regierungen, unrelevante oder irreführende Informationen Sicher vor Hackern, Regierungsrestriktionen sowie durch KI-Auswertungen verlässlichere Informationen
Zugriffsarten Desktop-Computer, Smart-Geräte Omnipräsenz, von allem durch alle erreichbar
Werbeformen Interaktives Marketing Verhaltensbasiertes Marketing
Mögliche Grafiken 2D 3D

Fazit: Was bedeutet Web 3.0 für das Online Marketing der Zukunft? 

Im Bereich des Online Marketings wird Web 3.0 für Umstellungen sorgen. Kunden bekommen immer dann, wenn sie es brauchen und egal wo sie sind oder wie sie Zugang haben, die für sie hilfreichen Informationen und relevanten Angebote. Web 3.0 wird wahrscheinlich dafür sorgen, dass kostenpflichtige Plattformen für eine Kommunikation von Unternehmen und Interessenten nicht mehr zwingend notwendig sind. Maßnahmen wie Bannerwerbung aber auch Google Ads werden vermutlich an Bedeutung verlieren.  Definitiv weiter an Bedeutung gewinnen wird SEO. Je mehr relevante, identifizierbare und sortierbare Informationen mit Mehrwert und Nutzen für den Kunden bereitgestellt werden, desto öfter wird die Seite im Kontext des semantischen Webs auftauchen. Detaillierte Beschreibungen, Vertrauensbildung aufgrund von echten Bewertungen, Social und Kundendialoge, Markenbekanntheit und Verbindungen zu anderen Akteuren in relevanten Branchen und Influencern oder was in dieser Hinsicht noch kommen mag, werden unserer Meinung nach erfolgsentscheidend werden.

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