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Google-Ads-Konto-Verknüpfung herstellen – Vorteile, Gefahren & Alternativen

Maryse Pahlke
Aktualisiert: 23.02.2026

Mit Google‑Ads‑Konto‑Verknüpfungen meint man in der Regel entweder die Verknüpfung von anderen Diensten mit einem Google‑Ads‑Konto (z. B. die Verknüpfung eines Google Analytics 4 (GA4)‑Properties mit einem Google‑Ads‑Konto) oder aber die Verknüpfung von Google‑Ads‑Konten mit einem Verwaltungskonto (auch Manager‑Konto, früher MCC) für den gemeinsamen Kontozugriff.

In diesem Artikel gehen wir auf die Vorteile, Risiken und Alternativen zur Kontoverknüpfung zwischen Google‑Ads‑Konten ein.

Ein kurzes Video zu Verwaltungskonten (MCC) von Google selbst verdeutlicht das System bereits:

 

 

Warum Du heute Verknüpfungen nutzen solltest

Ob du mit einer Agentur zusammenarbeitest oder mehrere Konten selbst verwaltest: Eine Verknüpfung über ein Google‑Ads‑Manager‑Konto schafft eine strukturierte und sichere Grundlage. Statt mehrfacher Logins nutzt du ein zentrales Dashboard, von dem aus du alle verknüpften Google Ads Konten verwaltest

Aktualisierte Begrifflichkeiten

  • Der alte Begriff „MCC“ (My Client Center) wird heute meist als Google‑Ads‑Manager‑Konto bezeichnet.

 

Warum Du kein Passwort teilen solltest

Sollte dich jemand bitten, dein Google‑Ads‑Passwort zu teilen, ist das ein großer Fehler aus mehreren Gründen:

  • Du gibst damit vollständigen Zugriff, ohne Begrenzung.
  • Du kannst nicht mehr nachvollziehen, wer was im Konto gemacht hat.
  • Passwort‑Sharing verstößt gegen Googles Best Practices und kann Sicherheits‑ bzw. Compliance‑Risiken auslösen.

Stattdessen nutzt du Zugriffsrechte über verknüpfte Google‑Konten, die jede Person mit ihrem eigenen Login verwaltet (inkl. Änderungsverlauf). Das ist sicherer und erlaubt dir Transparenz über alle Änderungen.

 

Was genau ist ein Google‑Ads‑Manager‑Konto?

Ein Manager‑Konto ist ein eigenes Google‑Ads‑Konto, mit dem du mehrere Google‑Ads‑Konten (inkl. anderer Manager‑Konten) verknüpfen kannst. Du kannst dadurch:

  • mehrere Konten zentral über ein Login verwalten
  • Kampagnen‑ und Leistungsübersichten zusammen anzeigen
  • neue oder bestehende Konten direkt einladen oder erstellen
  • Verknüpfungen jederzeit wieder aufheben

Hinweis: Ein Google‑Ads‑Konto selbst kann nur mit maximal einem Manager‑Konto im gleichen Hierarchiepfad verknüpft werden.

 

Welche Zugriffsebenen gibt es heute?

Google hat die Zugriffsebenen an der Oberfläche aktualisiert, hier die wichtigsten Rollen, wie du sie aktuell findest: 

Zugriffsebene Was du damit darfst
Administrator Vollzugriff + Nutzer verwalten
Standard Anzeigen/Kampagnen bearbeiten, aber keine Nutzer verwalten
Nur Lesen Daten sehen, nichts bearbeiten
Nur E‑Mail Nur Berichte/Bescheide per E‑Mail empfangen

Du kannst diese Ebenen im Manager‑Konto unter „Zugriff & Sicherheit“ einstellen.

 

 

Welche Vorteile hat eine Verknüpfung heute?

Hier sind die wichtigsten positiven Effekte, wenn du Konten richtig verknüpfst:

  • Sicherheit & Kontrolle
    • Jeder nutzt sein eigenes Google‑Konto, kein Passwort‑Teilen
    • Du kannst Berechtigungen granular steuern
    • Änderungsverläufe zeigen, wer was gemacht hat
  • Zeitersparnis & Übersicht
    • Du verwaltest mehrere Google Ads Accounts zentral
    • Kampagnen‑Daten, Conversions und Targets siehst du kanalübergreifend
    • Budgetverwaltung wird übersichtlicher 
  • Google Analytics 4 (GA4)‑Integration
    • Wenn du deine Google‑Ads‑Konten mit GA4 verknüpfst, kannst du:
      • Conversions und Ziel‑Ereignisse importieren
      • GA4 Remarketing‑Zielgruppen nutzen
      • Website‑Daten erfassen
      • Daten synchronisiert innerhalb von ~48 h anzeigen lassen 

 

Welche Risiken gibt es bei der Verknüpfung?

Natürlich gibt es auch Risiken, aber sie lassen sich heute gut managen:

  • Export von Daten durch Nutzer
    • Je nach Berechtigung können Partner Daten exportieren. 
    • Vertraue nur vertrauenswürdigen Partnern und beschränke Berechtigungen nach Bedarf.
  • Falsches Zugriffsniveau
    • Wenn du zu hohe Rechte vergibst, kann jemand Änderungen durchführen, die du nicht willst.
    • Sorge für klare Rollenverteilung & regelmäßige Zugriffs‑Reviews.

Die Daten allein zu sehen bedeutet nicht automatisch, dass jemand deine Kampagnen automatisch nachbauen kann,  gute Performance hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

 

Welche Alternativen gibt es zur Verknüpfung?

  • Gemeinsame Nutzung des gleichen Passworts
    • Das ist unsicher und wird nicht empfohlen.
  • Bildschirmfreigabe oder Tools wie TeamViewer
    • Das ermöglicht lediglich Live‑Zusammenarbeit, aber:
      • du hast keine dauerhafte Struktur
      • du kannst Rechte nicht granulieren
      • Organisation im Team wird schwieriger

Eine Verknüpfung mit Manager‑Konto ist fast immer die beste Lösung, sowohl für Sicherheit als auch für Effizienz.

 

Fazit

Eine Google‑Ads‑Konto‑Verknüpfung ist heute:

  • sicherer als Passwort‑Sharing
  • zentraler Dreh‑ und Angelpunkt für Team‑ & Agenturarbeit
  • Voraussetzung für viele erweiterte Analysen (z. B. mit GA4)
  • ein Tool, das du unbedingt nutzen solltest, wenn du professionell mit Google Ads arbeitest

    Für mehr Informationen über die Zugriffsrechte lesen Sie den Eintrag in der Google-Ads-Hilfe über Zugriffsebenen in Google-Ads-Konten.

 

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Maryse Pahlke

Als Wahlhamburgerin bin ich vom Servus zum Moin gekommen, als SEA Managerin eingestiegen, zur Head of SEA gewachsen. Mit großer Leidenschaft verfolge ich die kontinuierliche Entwicklung von Google und Bing Ads und freue mich, dieses Wissen mit Euch zu teilen.

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