Was versteht man unter der semantischen Suche?

Was versteht man unter der semantischen Suche?

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Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 02.09.2017, 14:17 Uhr

Im Mittelpunkt steht bei der semantischen Suche die Bedeutung der jeweiligen Suchanfrage. Diesbezüglich nutzt die semantische Suchmaschine nicht nur verschiedene Keywords im Text, sondern auch entsprechendes Hintergrundwissen. Hieraus resultiert eine gezieltere Suche, die auf den User abgestimmt ist. Was hinsichtlich der semantischen Suche zu beachten ist, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Worin liegt der Unterschied zwischen der semantischen und der keywordbasierten Suche?

Bei der keywordbasierten Variante sucht die Suchmaschine – beispielsweise Google, Bing oder Yahoo – nach Webseiten, die bestimmte Schlüsselwörter von hoher Relevanz beinhalten. Die Webseiten mit den relevantesten Keywords stehen im Ranking weit oben, während alle Websites, die weniger oder keine relevanten Keywords beinhalten, auf einer schlechteren Position innerhalb der Suchmaschine zu finden sind. Letztendlich wählt der User das Ergebnis aus, welches ihm am ehesten zusagt.

Bei der semantischen Suche gestaltet sich das Vorgehen jedoch komplett anders. Die Suchmaschinen verwenden diesbezüglich einen sogenannten Algorithmus. Dieser stellt Wörter, Texte und Sätze gegenüber und versucht die Beziehung dieser Faktoren zueinander zu ermitteln. Dies sorgt für ein inhaltlich genaueres Ergebnis. Angenommen, der User gibt eine Frage in die Suchmaschine ein. Dann versucht Google, diese Frage gezielt zu beantworten und listet die infrage kommenden Suchergebnisse auf. Ziel ist es, der Antwort, die sich der User erhofft, möglichst nahezukommen. Die Suchmaschine denkt also für den User weiter und stellt die tendenziell richtigen Ergebnisse zur Verfügung.

Diese Vorteile bietet die semantische Suche:

Für den User ergeben sich durch die Semantic Search die folgenden Vorteile:

  • Präzisere Suchergebnisse, die auf die eingegebene Frage abgestimmt sind
  • Geringere Recherche bis zum gewünschten Ergebnis
  • Bestenfalls findet der Nutzer unmittelbar die gewünschte Antwort auf seine Frage

Für die Suchmaschinenoptimierung ergeben sich folgende Vorteile:

  • Besseres Ranking in der Suchmaschine
  • Höhere Conversionrate

Was kann die semantische Suche nicht?

Selbstverständlich kann die Suchmaschine nicht hellsehen. Wenn ein User demzufolge eine ungenaue Anfrage eingibt, fallen die Ergebnisse entsprechend schwammig aus. Deshalb wirkt sich eine möglichst genaue Suchanfrage durch den Nutzer positiv auf das Resultat aus.

Ein Beispiel hierzu:

Wenn der Nutzer die Suchanfrage „Hund“ stellt, zeigt Google zahlreiche Ergebnisse aus unterschiedlichen Kategorien an. Er kann beispielsweise die Definition für den „Haushund“ nachlesen oder Anzeigen für den Kauf von Hundewelpen öffnen. Ebenso werden ihm verschiedene Schlagzeilen zum Thema Hunde angezeigt.

semantische Suche

Gibt der User aber eine exakter Suchanfrage – beispielsweise „Was ist wichtig in der Hundeerziehung?“ ein, verändert sich das Ergebniss entsprechend der semantischen Suche deutlich. In diesem Fall werden verschiedene Websites aufgelistet, die sich exakt mit dem eingegebenen Thema beschäftigen. Er erfährt beispielsweise, worauf es bei der Hundeezierhung ankommt, wie wichtig das Kommando „Nein“ ist und wie notwendig die Erziehung eines Hundes tatsächlich ist.

semantische Suche 2

Wie arbeitet Google bei der semantischen Suche?

Google hat die semantische Suche im Jahr 2013 eingeführt, und zwar mit dem sogenanntne Hummingbird-Update. Seitdem werden für die Semantic Search Wissensgraphen verwendet, die auf den Erhalt von personalisierten Suchergebnissen abzielen. Deshalb werden userbasierte Daten unter anderem aus den folgenden Google Diensten einbezogen:

  • Google Plus
  • Chrome
  • Google Play
  • Maps
  • Google Mail
  • Bisherige Suchanfragen des Nutzers

Datenschutzrechtlich ist dies jedoch fragwürdig, da verschiedene personenbezogene Daten gespeichert und ausgewertet werden.

Quelle:

Wikipedia

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