Ungültige Klicks in AdWords – Das müssen Sie wissen

Ungültige Klicks in AdWords
Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 25.10.2016, 21:21 Uhr

Ungültige Klicks in AdWords

Nachfolgend möchten wir erklären, was ungültige Klicks in AdWords sind und wie diese bewertet werden. Diesbezüglich müssen wir jedoch zunächst darauf eingehen, worin die Unterschiede zwischen „ungültigen Klicks“ und „Klickbetrug“ bestehen.

Klickbetrug wird vorsätzlich, also betrügerisch, begonnen, um viele Klicks zu generieren. Ungültige Zugriffe sind die Klicks, die beispielsweise ausversehen zustande gekommen sind, weil der User falsch geklickt hat. Ebenfalls zählen hierzu alle Klicks, die maschinell erfolgt sind.

Klickbetrug kann durch manuelle Klicks, Botnets, Klick-Bots, Click-Frame sowie Pay-to-Click generiert werden, ist aber in jedem Fall untersagt.

Wenn Sie eine Werbeanzeige schalten, werden Klickbetrug und ungültige Zugriffe nicht durch Google abgerechnet, sodass Sie kein Minusgeschäft machen. Da sich durch diese Art der Klicks die Zugriffzahlen auf Ihre Website erhöhen, profitieren Sie indirekt durch erhöhte Conversions.

Warum ist der Klickbetrug untersagt?

Grundsätzlich geht es darum, dass Google präzise darauf achtet, alle Werbetreibenden gleichermaßen zu behandeln. Wer AdWords nutzt, möchte in erster Linie echte Zugriffszahlen auf seine Website verzeichnen, um hierdurch hohe Umsätze zu generieren. Der Klickbetrug sorgt dafür, dass der Werbetreibende weniger Aktionen für sich verbuchen kann, was sich auch auf die Umsatzzahlen negativ auswirken kann. Hinzu kommt, dass dem ehrlichen Publisher sowie Google selbst hohe Gewinnchancen entgehen.

Was unternimmt Google gegen den Klickbetrug?

Als Kunde von Google müssen Sie sich keine Sorgen machen, da die Suchmaschine in der Lage ist, die falschen Klicks zu entlarven. Diese werden Ihnen nicht in Rechnung gestellt bzw. vom Tagesbudget abgezogen, sodass Ihnen hierdurch kein Schaden entsteht.

Um den Klickbetrug verhindern zu können, werden verschiedene Online-Filter eingesetzt. Die neusten Methoden werden zuverlässig entlarvt, da Google die Filter stets aktualisiert. Es ist davon auszugehen, dass weniger als 10 Prozent der Klicks auf AdWords-Anzeigen auf ungültige Zugriffe zurückzuführen sind. Für den Werbetreibenden hat dies keine Auswirkungen. Allerdings verbucht Google jährlich mehrere hundert Millionen Dollar als entgangene Gewinne, da der Wert der Klicks dem Werbetreibenden nicht berechnet wird.

Sie sind Werbetreibender? Wichtige Infos

Wenn Sie überprüfen möchten, wie viele Klicks Google als ungültig eingestuft hat, können Sie die entsprechende Option in Ihrem AdWords-Konto aufrufen.

Google versucht zielgerichtet, die Werbetreibenden zu schützen, indem verdächtige Klicks bereits gefiltert werden, ehe Sie auf der Berichtsseite erscheinen. Hierdurch soll für den Werber durchgehend ein hoher Traffic bestehen bleiben. Dennoch ist es unmöglich, alle „falschen“ Klicks zu enttarnen. Deshalb setzt Google des Weiteren die sogenannte proaktive Überwachung ein. Auf diese Weise bleibt lediglich ein geringer Prozentsatz ungültiger Klicks übrig.

Proaktiv erfolgen folgende Maßnahmen:

  1. Analyse mittels Filter
    – Unzulässige Klicks werden durch spezielle Algorithmen unmittelbar herausgefiltert. Der Werbetreibende muss für diese Klicks nicht bezahlen.
    – Es erfolgt eine Analyse sämtlicher Klicks auf die AdWords-Werbung.
    – Google kennt viele Quellen, die für die unzulässige Klickrate verantwortlich sind. Deshalb werden sämtliche Klicks aus diesen Quellen unverzüglich gelöscht.
    – Lediglich ein geringer Anteil falscher Klicks bleibt übrig.
  2. Manuelle Analyse
    – Die übrigen Klicks werden mittels manueller Analyse überprüft. Dies gilt für Adsense Anzeigen sowie Websites von Google.

Reaktiv erfolgen folgende Maßnahmen:

Google überprüft die Anfragen der Werbetreiben, um herauszufinden, ob ungültige Klicks vorliegen. Sollte dies der Fall sein, erhält der Werbetreibende eine entsprechende Gutschrift. Aufgrund der hervorragenden Filtersysteme von Google treten derartige Fälle jedoch äußerst selten ein.

Wichtige Infos für Publisher

Damit ungültige Klickzahlen immer effektiver gefiltert werden können, verbessert Google das System in regelmäßigen Abständen. Der Werbetreibende muss diese Klicks selbstverständlich nicht bezahlen. Des Weiteren kann Google durch diese Aktionen das Konto des Publishers im Werbenetzwerk effektiv schützen.

Dennoch müssen Publisher sich an die Richtlinien von Google halten und die Klicks auf die Anzeigen selbst überprüfen. Sollten Sie als Publisher eine merkwürdige Aktivität feststellen, teilen Sie dies Google bitte umgehend mit.

Wenn Korrekturen an Ihrem AdWords-Konto vorgenommen werden:

Es kommt hin und wieder vor, dass Google den AdWords-Kontostand korrigiert. Um Einsicht in die Korrekturen zu erhalten, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Rufen Sie Google AdWords auf und loggen Sie sich in das Konto ein
  • Klicken Sie auf das Zahlenradsymbol
  • Wählen Sie „Abrechnung“ aus
  • Anhand der Spalte „Gutschriften“ werden die Korrekturen ersichtlich

Folgende Korrekturen können angezeigt werden:

Ungültige AktivitätKontobudget überzogenServicekorrekturGutschrift für Mehrauslieferung
Werden auf Ihre Textanzeigen sowie andere Kampagnen ungültige Klicks generiert, erfolgt eine entsprechende Gutschrift.

Der Klickbetrug wird Ihnen nicht in Rechnung gestellt, sodass Ihre Budgets nicht geschmälert werden. Vielmehr trägt Google selbst die Kosten hierfür. Sollte bereits eine Abbuchung erfolgt sein, erhalten Sie die Gutschrift.

Die Gutschriften können nicht ausgezahlt, sondern ausschließlich für neue Werbeaktionen eingesetzt werden.

Sollten Sie mehr Ausgaben als Guthaben verzeichnen, wird Ihnen der überschüssige Betrag umgehend erstattet. Sie müssen für diese Aktivität somit nicht bezahlen.

Von dieser Option sind lediglich Werbetreibende betroffen, die manuell bezahlen.

Besteht für Ihr Konto ein Startguthaben oder gibt es einen Gutscheincode, so erfolgt die Servicegutschrift.

Die Gutschriften können nicht ausgezahlt, sondern ausschließlich für neue Werbeaktionen eingesetzt werden.

Sollte eine Anzeige öfter geschaltet werden als geplant, sodass Ihnen hierdurch höhere Kosten entstehen, erhalten Sie diese von Google erstattet, sodass das Tagesbudget hierdurch ausgeglichen werden kann.

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