CTR: Was ist die Click-Through-Rate?

Klickrate
Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 22.05.2019, 16:09 Uhr

Die Klickrate, die im Englischen als „Click Through Rate“, bzw. „CTR“ bezeichnet wird, ist eine Kennzahl, die angibt, wie häufig der User tatsächlich auf ein Werbemittel wie eine Werbeanzeige oder ein Banner geklickt und hierdurch Impressionen auf der Website hervorgerufen hat. Die CTR besteht dabei aus der Anzahl von Klicks auf ein digitales Werbemittel innerhalb eines bestimmten Zeitfensters und der Zahl der Impressionen, also wie oft das entsprechende Werbemittel in einem bestimmten Zeitraum von den Usern gesehen wurde. Diese beiden Werte in Relation ergeben die Click-Through-Rate.

Die Click-Through-Rate (CTR) ist ein wichtiger Key Performance Indicator (KPI), um das prozentuale Verhältnis von Klicks zu Sichtkontakten anzuzeigen, das bei Suchmaschinenmarketing-Tools wie Google AdWords oder Analytics ausgewertet wird. Die CTR bezieht sich bei der Suchmaschinenwerbung auf Google & Co. oder Bannerwerbung auf unterschiedliche Sachverhalte.

Wie berechnet sich die Click-Through-Rate?

Für die Berechnung der CTR verwendet man eine einfache Formel mit den folgenden Kennzahlen:

Anzahl der Klicks / Anzahl der Seitenaufrufe x 100 = CRT in Prozent

Anhand des oben genannten CTR-Beispiels bedeutet dies Folgendes: 30 Klicks / 1.000 Seitenaufrufe x 100 = 3 Prozent CTR

Webanalyse und Anzeige der Click-Through-Rate (CTR)

Analyse-Tools wie Google Analytics oder AdWords werten die CTR Ihrer Website aus und auch die Google Search Console gibt Admins im Bereich  der Suchanfragen die CTR in Form von Diagrammen wieder. Um den exakten CTR-Prozentsatz zu berechnen, müssen Sie manuell die oben angegebene Formal anwenden oder ein Analysetool benutzen.

CTR bei Bannerwerbung

Mit der CTR kann man bei Bannerwerbung im Werbenetzwerk nach ihrer Effizienz prüfen und die CPM (Cost-per-1000-Impressions) im Auge behalten.

Click-Through-Rate bei Suchmaschinenoptimierung

Im Bereich der SEO ist die CTR bei den „Search Engine Result Pages“ (SERP), also den Suchmaschinenauflistungen, wichtig. Mit dem CTR-Prozentsatz kann man sehen wie gut eine Vorschau des Inhalts einer Website (Snippet) in den Suchergebnissen auf die Nutzer wirkt.Je besser das Snippet wirkt, desto besser ist die CTR. Die Return-to-SERP-Rate wiederum gibt an, wie viele Nutzer nach ihrem Klick auf das Snippet und Besuch der Website wieder zu den Suchergebnissen zurückkehren und weiter suchen.

CTR beim Affiliate-Marketing

Im Affiliate-Marketing erhöht eine gute CTR zu einer Wahrscheinlichkeit einer Conversion.

Analyse am Laptop

Wie hängen Click-Through-Rate und Conversion zusammen?

Zwar kann die Erhöhung der CTR das Ziel einer Werbekampagne sein, jedoch lässt sich kaum bemessen, um wie viel Prozent eine Steigerung tatsächlich möglich ist. Schließlich ist es nicht die Click-Through-Rate (CTR), die den Erfolg der Anzeige herbeiführt. Ausschließlich die erzielten Conversions entscheiden über Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne.

Ein Beispiel:

Angenommen, Sie schalten eine Kampagne bei Google AdWords. Gemäß dem obigen Beispiel wird die Anzeige 1.000 mal aufgerufen, jedoch lediglich 50 mal geklickt. Die CTR liegt bei erstaunlich hohen 5 Prozent und liegt somit deutlich höher als der CTR-Durchschnitt. Demzufolge müssten Sie erfolgreich sein. Aber: Von 50 Klicks entscheiden sich letztendlich nur zwei Interessenten zum Kauf, sodass ein Warenwert von insgesamt 20 Euro umgesetzt wird. Pro Anzeigenklick bezahlen Sie in AdWords einen fiktiven Preis von 1 Euro. Dies bedeutet, dass Sie für die Klicks bereits 50 Euro gezahlt haben, bei einem gleichzeitigen Verdienst von gerade einmal 20 Euro. Es ist daher wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Conversion und CTR zu erreichen.

Wie hängen CTR und Absprungrate zusammen?

Im Zusammenspiel mit Verweildauer und Absprungrate kann die Klickrate als Indiz gesehen werden, wie viel Traffic auf die Website geleitet wird. Die CTR kann also zusammen mit der Verweildauer und der Absprungrate eine Wahrscheinlichkeit für eine Conversion des Nutzers aufzeigen. Die CTR ist also nicht entscheidend, aber eine wichtige Ergänzung zur Auswertung und Planung.

Wir vergleicht man Click-Through-Rates?

Während einige Werbeanzeigen CTR von 5 Prozent und mehr erreichen, werden die meisten – wenn überhaupt – gerade einmal etwas mehr als 1 Prozent erreichen. Die Durchschnittswerte der Conversions sind demzufolge gering. Hieraus könnte man auf die Qualität der jeweiligen Kampagne schließen. Dies ist jedoch wenig sinnvoll, da die CTR von zahlreichen Faktoren abhängt, wie beispielsweise das Anzeigenformat sowie die Zielgruppe.

Möchten Sie hingegen vergleichen, ob Sie nach Anpassung der alten Kampagnen oder Werbebanner an neue Keywords und Optionen erfolgreicher agieren, kann sich ein Vergleich der bisherigen mit der aktuellen CTR durchaus als lohnenswert erweisen. Somit dient die CTR der eigenen Erfolgsmessung, aber nicht als Kriterium für Vergleiche zwischen unterschiedlichen Plattformen.

Wobei hilft eine gute CTR?

Die CTR gehört nicht nur zu einer der wichtigsten Messgrößen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Vielmehr bringen zahlreiche Klicks auf Bannerwerbung und andere Kampagnen zahlreiche Vorteile mit sich. Die CTR dient der Einschätzung welche Werbungen erfolgreich sind und bei welche noch nicht optimal laufen und sind somit beispielsweise Teil des Quality Scores bei AdWords.

  • Gute Anzeigenpositionen
    Wird die Kampagne häufig aufgerufen, ist dies ein Zeichen dafür, dass es sich um eine Anzeige mit echtem Mehrwert handelt. Dies wird von Google durch eine bessere Anzeigenposition belohnt und führt zu einer höheren CTR.
  • Bessere Konditionen
    Ebenso trägt eine hohe Klickrate zu geringeren Kosten pro Klick bei.

Wie steigert man die CTR?

Wenn Sie eine hohe CTR aber niedrige Coversions haben, sollten Sie etwas an Ihrer Werbung verändern. Mit Hilfe einer gezielten Suchmaschinenoptimierung können Sie glücklicherweise einfach die Klickraten steigern. Dies ergibt allerdings nur einen Sinn, wenn Sie gleichzeitig die Conversions erhöhen können. Um die CTR zu erhöhen, führen Sie folgende Maßnahmen durch:

  1. Individuelle Anzeigen erstellen
    Es erweist sich als lohnenswert, wenn Sie keine Kampagne für die Allgemeinheit erstellen, sondern verschiedene Anzeigen für einzelne Nutzergruppen anfertigen. Die Anzeige sollte auffällig sein, aber nicht unpassend sein. Spielereien wie Countdowns sind erlaubt und gerade bei Reisebuchungen erfolgreich und können die CTR und auch Conversions steigern.
  2. Fokussieren Sie ein bestimmtes Thema
    Anstatt allgemeine Seiten zu wählen, sollten Sie auf themenrelevante Websites für Ihre Branche zugreifen, um so mehr Besucher auf die Website zu locken, die zu Conversions führen können – auch das ist mit einer höheren CTR verbunden
  3. Nutzen Sie Retargeting
    Wer einmal Interesse bekundet hat, kann auch ein zweites Mal wiederkommen und so nicht nur die CTR erhöhen sondern auch zu mehr Conversions führen.
  4. Relevante Keywords
    Versuchen Sie zu allgemeine Keywords zu vermeiden und nehmen sie solche, die dafür sorgen, dass Sie in den Suchergebnissen nicht mit zu viel starker Konkurrenz zu kämpfen haben. Das erhöht die CTR und führt mehr wirkliche Interessenten auf Ihre Website.
  5. Nutzen Sie negative Keywords
    Wählen Sie negative Keywords aus, die die Anzeige Ihrer Werbung für diese Suchanfrage verhindern. Vertreiben Sie Artikel für Kinder ab 12 Jahren sollten Baby und Kleinkind negative Keywords sein. Das erhöht die CTR, da falsche Suchergebnisse seltener werden.
  6. Testen Sie den Erfolg
    Nicht immer wissen Sie sofort, welche Anzeigenformate funktionieren. Testen Sie daher und variieren Sie beispielsweise Platzierungen und Größen, aber auch Schriftgrößen, Formulierungen und Bilder. Überprüfen Sie, welche Anzeige am meisten Erfolg erzielt hat.Die CTR ist ein tolles Try-and-Error-Tool.

Hinweis: Alle genannten Informationen entsprechen unserem derzeitigen Sachstand (Stand Mai 2019). Wir übernehmen jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der auf dieser Webseite bereitgestellten Inhalte. Dieser Artikel dient nur Ihrer Information.

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