Was ist die Click-Through-Rate?

Klickrate
Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 04.11.2016, 12:09 Uhr

Die Klickrate, welche im Englischen als „Click Through Rate“, bzw. „CTR“ bezeichnet wird, gibt an, wie häufig der User tatsächlich auf eine Werbeanzeige oder einen Banner geklickt und hierdurch Impressionen auf der Website hervorgerufen hat. Sofern sich die Anzeige bei 1.000 entsprechenden Suchanfragen öffnet, jedoch lediglich 50mal angeklickt wird, liegt die Klickrate somit bei 5,0 Prozent.

Wie berechnet sich die Click-Through-Rate?

Für die Berechnung der CTR verwendet man eine einfache Formel:

Anzahl der Klicks / Anzahl der Seitenaufrufe x 100 = CRT in Prozent

Anhand des oben genannten Beispiels bedeutet dies Folgendes:

50 Klicks / 1.000 Seitenaufrufe x 100 = 5 Prozent

 

Wie hängen Click-Through-Rate und Conversion zusammen?

Zwar kann die Erhöhung der Klickrate das Ziel einer Werbekampagne sein, jedoch lässt sich kaum bemessen, um wie viele Prozent eine Steigerung tatsächlich möglich ist. Schließlich ist es nicht die Click-Through-Rate, die den Erfolg der Anzeige herbeiführt. Ausschließlich die erzielten Conversions werden über Erfolg oder Misserfolg der Kampagne entscheiden.

Anhand eines Beispiels möchten wir dies verdeutlichen:

Angenommen, Sie schalten eine Kampagne bei Google AdWords. Gemäß dem obigen Beispiel wird die Anzeige 1.000mal aufgerufen, jedoch lediglich 50mal geklickt. Die Click-Through-Rate liegt bei erstaunlich hohen 5 Prozent und liegt somit deutlich höher als der Durchschnitt. Demzufolge müssten Sie erfolgreich sein. Aber: Von 50 Klicks entscheiden sich letztendlich nur zwei Interessenten zum Kauf, sodass ein Warenwert von insgesamt 20 Euro umgesetzt wird. Pro Anzeigenklick bezahlen Sie in AdWords einen fiktiven Preis von 1 Euro. Dies bedeutet, dass Sie für die Klicks bereits 50 Euro gezahlt haben, bei einem gleichzeitigen Verdienst von gerade einmal 20 Euro. Es ist daher wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Conversion und Klickrate zu erreichen.

Ist es sinnvoll Click-Through-Rates miteinander zu vergleichen?

Während einige Werbeanzeigen Klickraten von 5 Prozent und mehr erreichen, werden die meisten – wenn überhaupt – gerade einmal etwas mehr als 1 Prozent erreichen. Die Durchschnittswerte sind demzufolge gering. Hieraus könnte man auf die Qualität der jeweiligen Kampagne schließen. Dies ist jedoch wenig sinnvoll, da die CTR von zahlreichen Faktoren abhängt, die für die Klickrate entscheidend sind. Hierzu gehören beispielsweise das Anzeigenformat sowie die Zielgruppe.

Möchten Sie hingegen vergleichen, ob Sie nach Anpassung der alten Kampagnen oder Werbebanner an neue Keywords und Optionen erfolgreicher agieren, kann sich ein Vergleich der bisherigen mit der aktuellen Klickrate durchaus als lohnenswert erweisen. Somit dient sie der eigenen Erfolgsmessung.

Je mehr Clicks, desto besser

Die CTR gehört nicht nur zu einer der wichtigsten Messgrößen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Vielmehr bringen zahlreiche Klicks auf Bannerwerbung und andere Kampagnen zahlreiche Vorteile mit sich.

  • Gute Anzeigenpositionen
    Wird die Kampagne häufig aufgerufen, ist dies ein Zeichen dafür, dass es sich um eine Anzeige mit echtem Mehrwert handelt. Dies wird von Google durch eine bessere Anzeigenposition belohnt.
  • Bessere Konditionen
    Ebenso trägt eine hohe Klickrate zu geringeren Kosten pro Klick bei.

Webanalyse für die Click-Through-Rate

Mittels einer Webanalyse können Sie die interne Klickrate einer Website überprüfen. Hierfür steht Ihnen beispielsweise die Google Search Console zur Verfügung. Klicken Sie auf „Suchanfragen“, wenn Sie sehen wollen, inwiefern sich die Impressionen verändert haben. Sie erhalten eine Übersicht in Form eines Diagramms. Um den exakten Prozentsatz der Klickrate zu berechnen, müssen Sie manuell die oben angegebene Formal anwenden.

Es stehen weitere SEO Tools zur Verfügung, mit denen Sie die CTR überprüfen können.

Steigern Sie die Click-Through-Rate

Mit Hilfe einer gezielten Suchmaschinenoptimierung können Sie die Klickraten steigern. Dies ergibt allerdings nur einen Sinn, wenn Sie gleichzeitig die Conversions erhöhen können.

Um die CTR zu erhöhen, führen Sie folgende Maßnahmen durch:

  1. Individuelle Anzeigen erstellen
    Es erweist sich als lohnenswert, wenn Sie keine Kampagne für die Allgemeinheit erstellen, sondern verschiedene Anzeigen für einzelne Nutzergruppen anfertigen.
  2. Fokussieren Sie ein bestimmtes Thema
    Anstatt allgemeine Seiten zu wählen, sollten Sie auf themenrelevante Websites zugreifen.
  3. Nutzen Sie Retargeting
  4. Testen Sie den Erfolg
    Nicht immer wissen Sie sofort, welche Anzeigenformate funktionieren. Testen Sie daher und variieren Sie beispielsweise Platzierungen und Größen, aber auch Schriftgrößen, Formulierungen und Bilder. Überprüfen Sie, welche Anzeige am meisten Erfolg erzielt hat.

 

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