Google Penalty: Was ist das und wie gehe ich dagegen vor?

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Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 10.06.2017, 15:44 Uhr

Als Google Penalty bezeichnet man, wenn eine Website durch Google in irgendeiner Form abgestraft wurde. Dies kann sich negativ auf die Webseite auswirken, weil die Seite im schlimmsten Fall sogar vom Google-Index gestrichen werden kann. Mit einem Verlust im Ranking müssen Sie definitiv rechnen. Was Sie hinsichtlich Google Penalty beachten müssen und wie Sie die Probleme lösen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Diese Arten der Google Penalties gibt es

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten der Google Penalty, und zwar

  • Die algorithmische Abstrafung
  • Die manuelle Abstrafung

Bei der algorithmischen Abstrafung handelt es sich um eine Strafe, die durch einen automatischen Filter verhängt wird. Hingegen wird eine manuelle Abstrafung direkt von einem Google-Mitarbeiter ausgesprochen.

Es gibt verschiedene Penalty-Levels, nach denen abgestraft wird, und zwar:

  • Keyword-Ebene
  • Verzeichnis- oder URL-Ebene
  • Hostnamen-Ebene
  • Seitenübergreifende Abstrafung für den kompletten Domainnamen
  • De-Intexierung

Was ist bei der manuellen Abstrafung zu beachten?

Im Gegensatz zur algorithmischen Abstrafung bietet die manuelle Variante den Vorteil, dass Google Ihnen mitteilt, weshalb Sie abgestraft wurden. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, den Fehler schnellstmöglich zu beheben. Unter anderem straft Google aus den folgenden Gründen manuell ab:

Grund für die Abstrafung

(folgende Verstöße können vorliegen)

Das können Sie dagegen unternehmen
Unnatürlicher BacklinkPrüfen Sie alle Backlinks der Domain und entfernen Sie die Störenfriede
Unnatürlicher Backlink, wenn dieser eine Auswirkung auf eine andere Seite hatPrüfen Sie alle Backlinks der Domain und entfernen Sie die Störenfriede
Unnatürliche Links, die zu einer anderen Domain ausgehenÜberprüfen Sie die ausgehenden Links und entfernen Sie die fehlerhaften Links.
Versteckte Texte oder Keyword-SpamFinden Sie die Störstellen und entfernen Sie die Texte und den Keyword-Spam
User-Generated SpamHierzu gehören beispielsweise als Spam eingestufte Kommentare von Usern in Foren- oder Blogkommentaren. Die Problemstellen müssen umgehend entfernt werden
Spam, wie Scraping, automatisch generierte Inhalte oder CloakingEntfernen Sie diese Probleme umgehend
Inhalte ohne QualitätGoogle achtet sehr auf eine gute Qualität, die dem User einen Mehrwert bietet. Wer schlechte Inhalte liefert, sollte diese umgehend überarbeiten und Qualität schaffen.

Was ist bei algorithmischen Abstrafungen zu beachten?

Die algorithmische Abstrafung erfolgt automatisch durch einen Google-Filter. Während Sie bei der manuellen Abstrafung handeln und alles wieder in Ordnung bringen können, ist dies bei der Abstrafung durch einen Algorithmus deutlich schwieriger. Schließlich müssen Sie in diesem Fall eine „Maschine“ von sich überzeugen.

Ob Sie von einem Filter abgestraft wurden, erkennen Sie an einem deutlichen Absturz im Sichtbarkeitsindex. Zunächst einmal spielt es keine Rolle, ob Sie von Panda oder Pinguin erwischt wurden. Handeln sollten Sie in jedem Fall umgehend, um Schlimmeres zu vermeiden.

Panda- oder Pinguin-Filter – So finden Sie das Problem:

Um handeln zu können, müssen Sie zunächst herausfinden, ob Sie in den Panda- oder Pinguin-Filter geraten sind. Die nachfolgenden Anhaltspunkte sollen Ihnen bei der Suche nach dem jeweiligen Filter behilflich sein. Des Weiteren erfahren Sie, was Sie unternehmen können, um die Probleme zu beheben:

PandaPenguin
AnhaltspunkteViele doppelte Inhalte

Wenig unique Content

Geringe Verweildauer auf der Seite

Hohe Absprungraten

Identische Texte oder links auf verschiedenen Unterseiten

Wenige Backlinks von hoher Qualität

Der Seiteninhalt weicht vom Titel ab

Sie haben zu viel Werbung eingebunden

Sie haben Webspam betrieben, und zwar in einer der folgenden Weisen:

Cloaking

Keyword-Stuffing

Link-Schemes

MaßnahmeFinden Sie durch eine gezielte Analyse heraus, ob die gesamte Website von dem Problem betroffen ist oder lediglich ein bestimmter Teil.

Stellt sich heraus, dass lediglich ein paar Teile betroffen sind, schauen Sie sich die Bereiche an, die nicht betroffen sind und versuchen Sie die Unterschiede zwischen den Bereichen zu erkennen.

Es kann auch helfen, wenn Sie sich die Seiten der Wettbewerber anschauen, um herauszufinden, was diese anders machen als Sie selbst.

Sobald die Seite analysiert ist, sollten die Fehler schnellstmöglich behoben werden.

Finden Sie die Fehlerquellen heraus und beheben Sie sie umgehend.

Wann lohnt sich die Überarbeitung der Website?

Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass eine algorithmische Abstrafung das Ende einer Website sein kann. Häufig ist die Überarbeitung nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Wenn sich herausstellt, dass viele Bereiche überarbeitet werden müssen, weil der Content zu schlecht ist oder es zu viele Doppellungen gibt, lohnt es sich unter Umständen mehr, eine komplett neue Website ins Leben zu rufen.

Hierbei sollten Sie jedoch nicht dieselben Fehler erneut begehen. Halten Sie sich unbedingt an die Google Quality Guidelines, um einer erneuten Abstrafung zu entgehen. Achten Sie auf die folgenden Qualitätsmerkmale der Domain:

  • Vermeiden Sie doppelte Inhalte und schaffen Sie stattdessen unique Content
  • Achten Sie auf die Hochwertigkeit der Inhalte
  • Bieten Sie dem User einen Mehrwert
  • Vermeiden Sie Keyword-Spam sowie alle anderen Spam-Formen
  • Verwenden Sie lediglich qualitativ hochwertige Backlinks
  • Binden Sie nicht zu viel Werbung ein
  • Achten Sie darauf, im Inhalt der Seite exakt das wiederzugeben, was der Titel verspricht
  • Vermindern Sie die Absprungrate und erhöhen Sie die Verweildauer, indem Sie auf Qualität achten und die Website interessant gestalten

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