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SEA Trends 2022

Diese SEA Trends erwarten uns 2022

Hanseranking 11. Januar 2022
Es ist wieder an der Zeit: Wir wagen einen Blick in die virtuelle, mit unseren Auswertungen gefütterte Kristallkugel und stellen die SEA Trends für 2022 vor. Die vergangenen beiden Jahre waren pandemiebedingt, besondere Herausforderungen, boten aber auch nie da gewesene Chancen. Das Such- und Kaufverhalten der Konsumenten hat sich verändert. Vieles ist zwar nicht neu, hat aber jetzt einen anderen Stellenwert. Es ist Zeit, mit entsprechenden Strategien zu reagieren.

RSAs statt ETAs – Automation und KI

Weniger manuell und mehr automatisiert ist weiterhin eines der Top-Themen. Im Juni 2022 werden die erweiterten Textanzeigen (ETAs) von Google eingestellt. An ihre Stelle rücken die im Februar 2021 eingeführten Responsive Search Ads (RSAs). Diese Anzeigen werden aus jeder Anzeigengruppe bereitgestellten Überschriften und Textzeilen automatisch generiert. Dafür reagiert Googles künstliche Intelligenz (KI) per Algorithmus auf die Suchanfrage. RSAs haben den Vorteil, dass weniger manuelle Anzeigenoptimierung nötig ist und den Nachteil, dass weniger individuelle Anpassung möglich ist. Wer bis jetzt noch keine optimalen ETAs entwickelt hat, sollte die Zeit bis zum Juni dafür nutzen, um auszuprobieren, welche Zusatzinformationen am besten funktionieren. 

Mobile Usability, Sprachassistenz und Voice Apps – die ultimative Customer Journey

Mobile Usability ist auch dieses Jahr ein Schlüssel zum Erfolg. Seit März 2021 indexiert Google nur noch Inhalte, die auf jedem Endgerät sichtbar sind. Zu einer zeitgemäßen Customer Experience gehört aber mehr. Beworbene Landingpages müssen nicht nur mit einem Klick ansteuerbar, sondern auch über mobile Devices bedienbar sein. Zudem wird heute die Möglichkeit, Sprachassistenten wie Siri oder Alexa zum Suchen, Navigieren und Voice-Shopping nutzen zu können, erwartet. Voice-Apps die über den Sprachassistenten ansteuerbar sind und zusätzliche Dialoge und Funktionalitäten wie die Weiterleitung zur Landingpage, zum Anruf oder Mailprogramm führen, sind der natürliche nächste Schritt. 

Zielgruppen-Ermittlung und Diversifikation – den Kunden abholen

Eine professionelle Unternehmens-, Ziel- und Webanalyse ist immer noch der Ausgangspunkt jeder erfolgreichen Kampagne. Ein entsprechender Marketing-Mix ist daher auch in 2022 entscheidend.

Automated recommendations – die Qual der Wahl einschränken

Automatisiertes Produktempfehlungen sind nichts Neues, aber für Conversions in Online-Shops schon jetzt unverzichtbar. Mit Trackingdaten, Kaufhistorie, Kundenprofil und weiteren Grundlagen gefüttert, ermittelt die künstliche Intelligenz relevante Kaufempfehlungen. Diese sind:
  • contentbasiert
  • verhaltensbasiert 
  • expertenbasierte 
So wird nicht nur der Wert des Warenkorbs erhöht, sondern auch durch Cross-over- und Up-Selling mit Social Media neue Interessenten in den Online-Shop geleitet und einem Nachgang im After-Sale Käufer zum Wiederkauf bewegt.

Google Smart Bidding – Zeitersparnis ist Trumpf

Google Smart Bidding stützt sich auf künstliche Intelligenz und erlaubt im Google-Suchnetzwerk und Google Shopping conversionbasierte Cost-per-Click (CPC) Gebote in Millisekunden zu steuern. So wird eine perfekte Balance aus hohen Umsätzen und niedrigen Kosten ermöglicht.

Keine Cookies, kein Tracking? Daten sammeln 2.0

Google verzichtet seit 2022 auf personalisierte Werbung und das damit verbundene Tracking. Third-Party-Cookies und First-Party-Cookies sind seit der DSGVO ohnehin eine sterbende Spezies. First Party Data – also Daten, die der Kunde selbst angibt, – haben sich als zukunftsweisend erwiesen. Mit exklusiven Anreizen wird der User zur Eröffnung eines Kundenkontos oder Abonnement eines Newsletter motiviert. Weitere Datensammlungsfavoriten 2022 sind:
  • cloudbasierte Analysen
  • serverseitiges Tracking
  • Consent Mode (noch in der Beta-Phase)
  • Google GA4 
Im Bereich des Zusammentragens der gesammelten Daten aus den verschiedensten Kanälen ist es in 2022 mehr denn je Aufgabe der KI, diese Datensammlungen bereitzustellen. Die Aufgabe von SEA-Managern ist dann, diese so auszuwerten, dass die daraus resultierenden Kampagnen optimal durchgeführt werden können. Das spart viel manuelle Arbeit, ohne auf Know-how und Kreativität der SEA-Spezialisten zu verzichten - Win-Win! 

Saisonalitäten – Zeit für besondere Kampagnen

Ob Valentinstag, Ostern, Black Friday oder Weihnachten – jede Saison hat ihre besonderen globalen Event-Highlights, die auch in 2022 perfekte Gelegenheiten für Angebote und Aktionen darstellen.

Sehen und gesehen werden auf Twitch, Tiktok und Tinder

Werbung auf Meta (Facebook), YouTube, Instagram, XING, Pinterest oder LinkedIn gehören schon lange zu den Essentials, um kaufkräftige Konsumenten zu erreichen und die Markenbekanntheit zu steigern. Wer nicht schon im letzten Jahr seine Fühler zu Twitch, Tiktok und Tinder sowie zu branchenrelevanten Influencern ausgestreckt hat, sollte das 2022 schnellstens in Form von Video-Ads oder Reels tun, um junge Zielgruppen abzuholen. Gerade in Pandemiezeiten hat Social Media extrem an Bedeutung gewonnen. 

Podcasts, Audio-Ads und Memes – die Marke im Ohr

Talkformate waren bereits 2021 im Kommen und sind 2022 nicht mehr wegzudenken. Ob als Unternehmens-Podcast mit Tipps und Tricks, als Audio-Werbung vor beliebten Podcasts oder als Werbeeinspielung bei Spotify & Co. Wer Jugendliche erreichen will, kann sich auf 9GAG oder anderen up-and-coming meme-lastigen Plattformen mit entsprechenden Ads etablieren. Fazit für ein erfolgreiches SEA 2022: Unsere Empfehlungen für dieses Jahr betreffen in erster Linie die Anpassung an die neue, durch die Pandemie bedingte Online Welt. Setze Dich mit Deiner Zielgruppe auseinander. Was wünscht Sie sich? Welche Infos hätte sie gerne? Die Antworten sollten Teil der RSAs sein. Werbung sollte Deine Zielgruppe dort abholen, wo sie sich dieses Jahr tummelt und im passenden Werbeformat bereitgestellt werden. Zu einer zeitgemäßen und erfolgreichen Kampagne gehört außerdem eine Full-Service-Customer-Experience mit Sprachassistenten, Mobile Usability und allem. Biete Deinen Kunden besondere Anreize, damit umfangreiche First-Party-Data gesammelt werden, statt nur auf Cookies zu vertrauen. Gut gemachte Kampagnen für saisonale Anlässe sind auch in diesem Jahr wieder gute Garanten für einen Umsatzplus.

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