Die Geschichte der Suchmaschinen

Geschichte der Suchmaschinen
Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 27.01.2015, 12:03 Uhr

Anders als viele heutzutage vielleicht denken, stand am Anfang der Geschichte der Suchmaschinen nicht der heutige Gigant Google. Google ging erst relativ spät an den Markt, denn die Suchmaschine ging erst 1998 ans Netz. Zu dieser Zeit hatten andere Anbieter wie Yahoo, Lycos und AltaVista das Geschäft mit der Websuche bereits unter sich aufgeteilt.

 

1990:
Die Geschichte der Suchmaschinen begann 1990 an der McGill Universität in Montreal. Dies war die Geburtsstunde von „Archie“, der ersten Suchmaschine überhaupt. Archie konzentrierte sich auf die Durchforstung von Dateien und Ordnern in FTP-Verzeichnissen. Die Dateien wurden gesammelt, anschließend sortiert und den Benutzern aufbereitet zur Verfügung gestellt.

Ab 1992 gehörte Archie zu einem der am meisten genutzten Internetdienste. Allerdings konnten keine Texte durchsucht werden, sondern lediglich Dateien und Ordner. Dieses Problem ist auch der Grund dafür, dass FTP-Suchmaschinen bei dem Benutzer des Internets heutzutage keine Rolle mehr spielen und nur noch an Universitäten eingesetzt werden.

 

1991:
An der University of Minnesota wurde Gopher entwickelt. Gopher ermöglichte es große Datenmengen über eine menügesteuerte Oberfläche abzufragen. Gopher sollte ursprünglich als Campus-Informations-System die Informationsserver der University of Minnesota vernetzen.

Das Tool, welches die Server nach Daten durchsuchte, wurde  Veronica, was für Very Easy Rodent-Oriented Netwide Index to Computerized Archives steht, genannt. Veronica ist vergleichbar mit den heutigen Suchmaschinen.

Einmal im Monat untersuchte Veronica alle Gopher-Verzeichnisse, die bei dem Server der University of Minnesota angemeldet waren. Bei der Suchabfrage war die Verwendung der booleschen Operatoren AND, OR und NOT möglich.

 

1993:
Dieses Jahr war der Startschuss für die Erfolgsgeschichte der Suchmaschinen im Internet. Der World Wide Web Standard wurde zur kostenlosen Nutzung freigegeben und der MIT Studenten Mathew Gray programmierte den ersten Suchrobot namens „The Wanderer“. Ursprünglich hatte „The Wanderer“ nur die Aufgabe alle WWW-Server im Netz zu zählen. Einige Monate später fügte Michael L. Maudlin ein Programm mit dem Namen „Wandex“ hinzu. Dieses Programm ermöglichte es dem „The Wanderer“ die gesammelten Daten durchsuchen zu können.

Es wurden immer bessere Crawler und Spider programmiert, welche das stetig anwachsende Internet durchsuchten und die Webseiten katalogisierten. Schon bald wurden erste Geschäftsideen rund um das Suchmaschinen-Thema entwickelt.

 

1994:
Im Juli 1994 ging die Suchmaschine Lycos an den Start. Lycos konnte neben der Worthäufigkeit der Suchbegriffe innerhalb der Dokumente auch die Nähe der Suchbegriffe untereinander im Dokument untersuchen.

Im selben Jahr ging auch der Verzeichnisdienst Yahoo! online. Yahoo! startete als Sammlung von Web Adressen. Das System wurde anfangs zur Verwaltung von Links entwickelt, um persönliche Interessen im Web zu verwalten. Die Linksammlung wurde immer größer und zur Wahrung der Übersichtlichkeit wurde das Konzept der Kategorien und Unterkategorien entwickelt, welches noch heute angewendet wird.

 

1995:
In diesem Jahr war es dann so weit und die ersten kommerziellen Suchmaschinen wurden entwickelt. Zu den nicht von Universitäten sondern von kommerziellen Firmen entwickelten Suchmaschinen gehörten:

Infoseek
Architext
Alta Vista

Alta Vista hatte auch noch bis vor wenigen Jahren einen großen Stellenwert eingenommen, weil der für Alta Vista entwickelte Roboter „Scooter“ sich als enorm leistungsfähig erwies, wodurch Alta Vista zu einer der führenden Anwendungen des Internets wurde.

Im selben Jahr wurde der Grundstein für die Suchmaschine „Google“ gelegt. Die beiden Gründer von Google trafen sich erstmals an der Stanford University und starteten gemeinsam das Projekt BackRub, welches als Beta-Version von Google gilt. BackRub konnte bereits in den 90ern durch eine übersichtliche Benutzeroberfläche, eine hohe Geschwindigkeit bei der Bearbeitung von Suchanfragen sowie die hohe Relevanz der Suchergebnisse überzeugen.

 

1998:
Im Jahr 1998 war es dann soweit die heute bekannteste und markführende Suchmaschine „Google“ ging online. Die von Larry Page und Sergey Brin entwickelte Suchmaschine Google bestach durch hohe Geschwindigkeit, gut gestaltete und damit sehr übersichtliche Oberfläche.

Die Relevanz der Suchergebnisse zusammen mit der Geschwindigkeit und der übersichtlichen Oberfläche boten eine zu diesem Zeitpunkt nicht da gewesene Qualität, wodurch Google viele Benutzer für sich gewinnen konnte.

Im selben Jahr brachte Microsoft seine Suchmaschine „MSN Search“ auf den Markt. Die höchste Popularität erlangte MSN Search als der Internet Explorer von Microsoft den Browserkrieg gegen den damaligen Marktführer Netscape gewann. MSN Search orientierte sich stark an den amerikanischen Strukturen und deshalb blieb der Erfolg hierzulande aus.

 

1999 bis heute:
Im Jahr 2006 wurde aus MSN Search das neue Projekt Windows Live Search und drei Jahre später gab es einen erneuten Namenswechsel und Windows Live Search wurde zu „Bing“. Microsoft versprach mit Bing eine benutzerfreundlichere Oberfläche, einen verbesserten Index sowie relevantere Suchergebnisse.

Im Jahr 2012 schlossen sich die Suchmaschine Yahoo! und Microsoft zusammen, um wettbewerbsfähiger gegenüber Google zu werden. Doch der Zusammenschluss reichte nicht aus, um den Marktführer Google anzugreifen.

Google hat sich derweilen immer weiter entwickelt und immer mehr Leistungen wie Google Bilder, Google Maps, Google Kalender, Google Mail, Google Übersetzer usw. auf den Markt gebracht. Bis heute wächst die Zahl der Nutzer, die Google als Suchmaschine nutzen.

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