Was ist Browser Caching und wie nutze ich es?

Was ist Browser Caching und wie nutze ich es?

Man using tactile interface web address bar to surf on internet

Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

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Datum: 28.01.2017, 11:26 Uhr

User, die Ihre Website bereits einmal besucht haben, können durch das sogenannte Browser Caching erheblich Zeit einsparen. Deshalb sollten die Caching Header für alle statischen Ressourcen verwendet werden und nicht nur für ausgewählte Optionen. Lediglich HTML sollte man nicht als zwischenspeicherbar in Erwägung ziehen, da es nicht statisch ist. Deshalb ist es wichtig, dass Sie zunächst sehr genau schauen, welche Richtlinien des Chachings sich für Ihre Website bzw. für den HTML-Code Ihrer Seite eignen.

Welche zwischenspeicherbaren Ressourcen gibt es?

Folgende Ressourcen können zwischengespeichert werden:

  • JavaScript Dateien
  • CSS-Dateien
  • Binäre Objektdateien, zu denen beispielsweise das PDF-Format gehört
  • Bilddateien

Browser Caching Empfehlungen

Zunächst müssen Sie das Browser Caching für den Server aktivieren. Zudem empfehlen wir folgende Richtwerte für die Lebensdauer des Caches:

  • Mindestens eine Woche bei statischen Ressourcen
  • Mindestens einen Tag bei Ressourcen von Drittanbietern, zu denen beispielsweise Werbeanzeigen gehören

Um nicht gegen die RFC-Richtlinien zu verstoßen, legen Sie für „Expires“ einen Wert von maximal einem Jahr fest. Die Mindestdauer sollte bei einer Woche liegen. Falls die Möglichkeit besteht, dass sich eine Ressource demnächst ändert und Sie den genauen Zeitpunkt kennen, können Sie die Cache-Speicherzeit entsprechend anpassen.

Diese Caching Header gibt es

Hinsichtlich der Browser Caching Header haben Sie die Wahl zwischen:

  • „Expires“ oder „Cache-Control max-age“
  • „Last-Modified“ oder „ETag“

Mehrere Header anzugeben, ist nicht sinnvoll. Entscheiden Sie sich daher.

Browser Cache Header: „Cache-Control max-age“ und „Expires“

Der Browser kann für eine gewisse Zeit die zwischengespeicherten Ressourcen nutzen. Er muss diesbezüglich nicht prüfen, ob auf dem Webserver neue Versionen zur Verfügung stehen. Die Header der Typen „Espires“ und „Cache-Control max-age“ geben den Zeitraum an, innerhalb dessen der Browser demzufolge nicht erneut prüft, ob es eine neue Version gib. Erst, wenn der Nutzer das Cache gelöscht hat oder der Zeitraum vorüber ist, erfolgt das erneute Versenden der GET-Anforderung seitens des Browsers.

Browser Cache Header: „ETag“ und „Last-Modified“

Mit diesen Headern wird nicht der Zeitraum, sondern vielmehr der Zweck überprüft. „Last-Modified“ oder „ETag“ überprüfen, ob es sich um gleiche Dateien handelt. Auf diese Weise können die zwischengespeicherten Ressourcen durch den Browser optimal aktualisiert werden. Die GET-Anforderungen werden erst gesendet, wenn der User die Seite neu lädt.

Browser Cache: Was ist der URL-Fingerprint?

Wenn sich verschiedene Ressourcen nicht ständig, sondern nur ab und zu verändern, gibt es eine weitere Möglichkeit der Zwischenspeicherung. Diese wird so lange durchgeführt, bis sich die Daten auf dem Server erneuern. Dies bedeutet, dass der Browser durch den Server erfährt, dass es neue Daten gibt, die sich kürzlich verändert haben. Diesbezüglich erhält jede Ressource eine eigene URL, die sowohl vom Server als auch vom Browser eindeutig wiedererkannt wird. Sie können die Ressource manuell verändern und mit dem Zusatz „_fingerprint.css“ versehen, sodass sie automatisch eine neue ID erhält. Aus diesem Grunde muss der Browser die neue Ressource abrufen, weil er keine andere Möglichkeit hat.

Ebenso besteht die Möglichkeit, pro Anwendung ein neues Verzeichnis für die Veröffentlichung zu erstellen, sodass sich die Assets entsprechend platzieren. Jedoch kann es zu einem erneuten Download kommen, was sich als nachteilig erweist. Und zwar dadurch, dass sich die Version nicht verändert, die URL sich aber dennoch erneuert.

 

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