Die 10 größten E-Mail-Marketing Mythen

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Andreas Kirchner

Autor: Andreas Kirchner

Kontakt: Profil Xing

Datum: 21.09.2018, 9:34 Uhr

Was Sie beim E-Mail-Marketing beachten sollten und welche Email Marketing Mythen es gibt

Newsletter-Marketing ist eine effiziente Methode, um neue Kunden zu generieren. Allerdings gelten in diesem Marketingbereich einige rechtliche und moralische Aspekte, die Sie unbedingt beachten sollten.
Welche E-Mail-Marketing Mythen es gibt, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Mythos 1: Personen, die bereits meine Kunden sind, darf ich ungefragt E-Mails senden

Nein. Sie dürfen diesen Kunden keine werbenden E-Mails senden, wenn der Kunde nicht ausdrücklich seine Einwilligung erteilt hat.
Die DSGVO, die seit dem 25. Mai 2018 gilt, sieht vor, dass der Abonnent immer seine Einwilligung erteilen muss. Außerdem ist das Double-opt-in-Verfahren unerlässlich.
Wenn Sie die E-Mail-Adressen Ihrer Kunden erhoben haben, um Rechnungen oder Kontoaktivitäten an diese zu übermitteln, dürfen die Daten nicht automatisch für das E-Mail-Marketing verwendet werden.

 

Mythos 2: Ich kann meinen Abonnenten immer schreiben, wenn Sie einmal eingewilligt haben

Dieser Mythos ist nicht nur falsch, sondern er kann auch sehr teuer werden!
Nach der neuen DSGVO haben die Abonnenten jederzeit das Recht, dem Empfang des Newsletters zu widersprechen. Sie sind dann verpflichtet, den Abonnenten aus der Liste auszutragen und sämtliche seiner Daten zu löschen.
Außerdem dürfen Sie für den Widerspruch keine Kosten – beispielsweise für „Verwaltungsaufwand“ oder Ähnliches geltend machen.

Achtung

Angenommen, jemand meldet sich heute für Ihren Newsletter an, indem er Ihnen seine Einwilligung erteilt. Dann sollten Sie ihm umgehend die erste E-Mail zukommen lassen.
Vergeht zwischen der Anmeldung und dem Erhalt der ersten E-Mail ein zu langer Zeitraum, benötigen Sie eine erneute Einwilligung.
Bislang ist nicht geregelt, wie lang der Zeitraum sein darf. Hier bleibt abzuwarten, was die Gerichte in Zukunft entscheiden.

Mythos 3: Wenn der Kunde meiner Datenschutzerklärung zustimmt, akzeptiert er automatisch den Empfang der Mails

offener brief mit papierGrundsätzlich benötigen Sie seit Inkrafttreten der neuen DSGVO eine Datenschutzerklärung, die für Ihre Zielgruppe verständlich verfasst ist. In dieser Datenschutzerklärung geben Sie unter anderem an, welche Rechte der Kunden hat, welche Daten gespeichert werden und wie die Speicherung erfolgt.
Nur, weil der Kunde Ihre Datenschutzerklärung akzeptiert, bedeutet dies nicht, dass er sich automatisch mit dem Empfang der E-Mails einverstanden erklärt. Auch im Rahmen der AGB können Sie keine automatische Einwilligung einfordern.
Noch bevor sich ein neuer Abonnent für Ihren Newsletter anmeldet, sollten Sie zudem dafür sorgen, dass er seine Rechte kennt. Weisen Sie ihn daher im Rahmen des Anmeldeformulars darauf hin, dass er sich jederzeit wieder vom Newsletter abmelden kann, und zwar kostenlos.

Mythos 4: Wenn ein Interessent den Bestellvorgang abbricht, darf ich ihm eine E-Mail schicken

Diese Methoden wurden im Onlinemarketing in der Vergangenheit häufig genutzt. Hierzu muss man aber ganz klar sagen, dass dies nicht mehr möglich ist.
Gibt der Kunde seine Bestelldaten in Ihr Bestellformular ein und hat in diesem Zuge bereits seine E-Mail-Adresse hinterlegt, dürfen Sie ihm keine Mail schicken, wenn er den Kauf plötzlich abbricht.
Sie müssen davon ausgehen, dass der Interessent den Kauf absichtlich abgebrochen hat und dürfen seine Mail-Adresse daher nicht zu Werbezwecken missbrauchen.

Mythos 5: Der Newsletter muss einen Button zum Abbestellen der E-Mails enthalten

Einen Button, mit dem der Abonnent sich direkt aus dem Newsletter heraus vom Verteiler abmelden kann, ist zwar praktisch, aber nicht zwingend notwendig.
Allerdings sollten Sie beachten, dass die DSGVO vorschreibt, dass der Kunde sich unproblematisch – also quasi ohne „Umwege“ – abmelden kann. Sie dürfen ihn daher nicht verpflichten, zuvor irgendwelche Passwörter etc. einzugeben. Ein Link zum Abmeldeformular ist somit okay.

Mythos 6: Am meisten profitiert man von den Abonnenten, die bereits viele Jahre für den Newsletter eingetragen sind

Vermeintlich mögen Sie diejenigen Abonnenten, die sich bereits seit vielen Jahren auf Ihrer Liste tummeln, als besonders wertvoll und „gewinnbringend“ oder sogar als treu bezeichnen. Dies ist meistens überhaupt nicht der Fall, denn es gibt verschiedene Gründe, weshalb sich Abonnenten nicht abmelden oder zumindest nicht für Umsätze sorgen.
Die Gründe könnten beispielsweise sein, dass

  • der Abonnent den angegebenen E-Mail-Account gelöscht hat, ohne sich vorher aus Ihrem Newsletter auszutragen
  • der User die E-Mail als Spam registriert hat
  • der Empfänger lediglich den kostenlosen Premium-Content erhalten wollte und an den weiteren Newsletterinhalten kein Interesse hat

Mythos 7: Anfang der Woche werden die meisten Newsletter gelesen

Früher gingen Experten davon aus, dass der Wochenanfang für das E-Mail-Marketing ideal wäre. Vor allem diejenigen, die am Arbeitsplatz Ihre Mails checken, hätten dies nach dem Wochenende getan, sodass die Öffnungsraten in die Höhe geschnellt wären.
Dies ist längst nicht mehr der Fall, denn Newsletter werden an allen Wochentagen beinahe in gleicher Anzahl geöffnet.
Aufgrund des freien Tages kann es sich jedoch lohnen, die E-Mails am Sonntag zu verschicken, denn an diesem Tag haben die meisten Menschen Zeit, ihre E-Mails zu lesen.

bunte pfeile nach rechts zeigend

Mythos 8: Mit einer guten Betreffzeile wecke ich auf jeden Fall das Interesse des Abonnenten

Dies können wir so nicht stehenlassen. Zwar steigert ein gut gewählter Betreff die Öffnungsraten der Mails zum Teil erheblich. Es spielen auch weitere Fakten eine entscheidende Rolle.
Zum einen muss der Abonnent die Zeit finden, die E-Mail zu öffnen und zum anderen ist für viele Empfänger der Name des Empfängers weitaus wichtiger als eine gut getextete Betreffzeile.

Mythos 9: Je mehr E-Mails ich verschicke, desto größer ist mein Erfolg

Falsch gedacht. Natürlich sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Abonnenten regelmäßig von Ihnen hören. Mehrmals pro Woche E-Mails zu versenden (es sei denn, sie bewerben gerade aktiv ein Produkt), kann jedoch dafür sorgen, dass viele Abonnenten genervt sind und sich aus der E-Mail-Liste austragen oder Sie als Spam markieren.

Mythos 10: Je weniger E-Mails ich verschicke, desto mehr vermissen mich meine Leser und verspüren ein Verlangen nach einer neuen Mail

Auch das Gegenteil von Mythos 9 kann man so nicht stehenlassen. In der heutigen, schnelllebigen Zeit, werden Ihre Leser Sie nicht unbedingt vermissen, sondern vielmehr nach einem ähnlichen Anbieter Ausschau halten, wenn sie nichts von Ihnen hören.
Studien hierzu haben ergeben, dass Sie am meisten Erfolg haben, wenn Sie monatlich 4 Newsletter an Ihre Kunden senden. Zu wenige Newsletter sorgen dafür, dass Ihre Abonnenten Sie vergessen und zu viele Newsletter bewirken, dass die Empfänger genervt sein können.
Ein ausgewogenes Verhältnis ist daher überaus wichtig, wenn Sie mit dem E-Mail-Marketing erfolgreich sein möchten.

Sie haben noch Fragen zum Thema E-Mail-Marketing? Zögern Sie nicht, uns anzusprechen!

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